Heimcomputer Z9001, KC85/1 und KC87
Hinweise und Tips: Austausch 16K- gegen 64K-RAM-Schaltkreise


BAUSTELLE!

Bei Defekt eines oder mehrerer RAM-Schaltkreise bietet sich ein Austausch an

Einleitung:
Der Systemspeicher des Rechners ist nur 16KByte groß. Der RAM ist in 8 Schaltkreisen á 16KBit untergebracht (D40 bis D47).
Beim Z9001 bzw. KC85/1 und auch beim KC87 kann man problemlos Schaltkreise mit 64K-Bit einsetzen und damit auf die 12P und 5N zum Betrieb der Schaltkreise verzichten, denn die neuen haben nur noch eine Versorgungsspannung von 5P. Beim KC87 stehen ohnehin nur 5P an den Schaltkreisen zur Verfügung. Zum Verständnis der Anleitungen sind die Schaltungen des Rechners hinzuzuziehen.

Explosionszeichnung Adressraum
16K RAM:
Die alten Schaltkreise werden ausgetauscht (U256/K155RU3A bzw. K155RU5 gegen U2164). Bei Z9001 und KC85/1 müssen zusätzlich noch die 5N und 12 P abgetrennt werden. Dann werden die Anschlüsse PIN 9 miteinander verbunden und an Masse (GND) gelegt (siehe Bild rechts). Ein Test beweist die korrekte Funktion der Umrüstung. Es steht nach wie vor nur der 16K-Bereich bis 3FFFH zur Verfügung.


Überlegungen:
Von den 64K des Adreßraumes werden 6K vom Bildspeicher und dem System benutzt. Man kann von den verschenkten 48K also noch weitere 42K nutzen. Dazu müssen die /RAS- und /CAS-Signale verändert werden, um den Bereich von 4000H bis E7FFH nutzen zu können. Der Bereich von 4000H bis BFFFH sollte abschaltbar sein, denn hier können Module den Bereich belegen, und der Bereich von C000H bis E7FFH sollte bei Bedarf für CP/M nutzbar sein.

48K RAM:
  • Aus laufzeitbedingten Gründen wird durch D39 (7A) auch das Signal CASG geleitet. Das wird einfach an D39/12+13 abgeklemmt, mit einem RC-Glied (100Ohm/1nF) verzögert und wieder an D25 (10A) gelegt.
  • Die für die Erweiterung benötigten Adressen A14 und A15 werden über die nun freien Eingänge des Muxers geführt: A14 an D39/14 und A15 an D39/13. Der Ausgang D39/12 wird mit den Eingängen A7 der Speicherschaltkreise verbunden und die Speicherzellen können adressiert werden (siehe Schaltbild, Teil 1).
  • Nicht verwendete Schaltkreise und Gatter auf der Rechnerplatine werden für die erforderliche Logik benutzt: Das Signal BURST wird auf der Farbkarte nicht verwendet. Die Logik in den Schaltkreisen D69 (15B) und Teile von D71 (18A) stehen zur Verfügung. In jedem Fall muß der 6K-Bereich von BWS und Betriebssystem ausgespart werden. Die Anschlüsse D69/9 bis 13 werden dazu abgetrennt. Die Verbindung von D69/8 nach D71/13 bleibt bestehen. Da unter D71 die Leitungen nicht getrennt werden können, wird die Verbindung D69/6 nach D71/1 getrennt und D71/1 auf Masse gelegt (siehe Schaltbild, Teil 2).
  • Beschaltung der RAM-IS Die Signale für die Ausblendung des Systembereiches werden verlegt:
    • /MREQ von D17/2 (4A) an D69/13,
    • /CSV von D7/10 (10C) an D69/12,
    • /CSR0 von D25/6 (10A) an D69/10,
    • /CSR1 von D7/7 (10C) an D69/9.

    Die Leitung an D20/9 (8A) wird getrennt und mit dem Ausgang von D71/11 (18A) verbunden. Das /RAS-Signal ermöglicht nun das Auffrischen des gesamten Speichers von 0000H bis E7FFH und kann damit auch im Hintergrund beschrieben werden. Das ist schon fast alles.
  • Es fehlt noch die Erzeugung des /CAS-Signals, damit der angesprochene Bereich auch sichtbar/nutzbar wird. Dazu wird ein NAND benötigt.
    (siehe Schaltbild, Teil 3)

  • Zum Ab- und Umschalten der RAM-Bereiche sind zusätzliche Schalter notwendig. Beim Abschalten der RAM-Bereiche bleiben durch den RAS-ONLY-REFRESH die RAM-Inhalte erhalten. Es können diese Bereiche auch im Hintergrund beschrieben werden.
    Die Schalter können auf der Rechnerplatine untergebracht werden. Ein Umschalten ist dann nur bei geöffnetem Rechner möglich. Eine Montage auf der Tastatur oder in der Nähe des USER-Ports ist ebenso möglich.

    58K RAM:


    Letzte Bearbeitung: 27. 04. 2021
    5,709 Bytes

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